Die Erwartungen der Fans von Assassins Creed Valhalla dürften riesig sein. Denn nach dem Release des Vorgängers Odyssey setzte die Reihe ein Jahr aus, so dass Ubisoft eine Menge Zeit hatte, ein wirklich gutes Spiel zu entwickeln. Besonders interessant dürften auch die grafischen Neuerungen sein, denn dank der Next Gen dürfen sich auch Konsolen-Spieler über ein Grafikfeuerwerk freuen.

In einem dreiteiligen Special gehen wir von Gamelia dem ganzen auf den Grund. Wir schauen uns dabei die Neuheiten in Sachen Gameplay, Skillsystem und Open World an.

Frische Ideen oder doch nur aufgebessertes Gameplay?

Sehr viele Neuerungen gibt es in Assassins Creed Valhalla nicht. Zumindest weisen der Gameplay-Trailer und die angespielten Szenen starke Ähnlichkeiten mit den Vorgängern Origins und Odyssey auf. Doch Fans der beiden Vorgänger dürften trotzdem auf ihre Kosten kommen.

Das Kampfsystem

Das Kampfsystem basiert auf den Vorgängern und weist nur wenige Anpassungen auf, die aber sehr sinnvoll erscheinen. Die Feinde besitzen weiterhin Treffer-Zonen, auch haben wir die Auswahl zwischen verschiedenen Waffentypen, wie beispielsweise einhändige und zweihändige Äxte. Wichtiger ist für Spieler jedoch das richtige Timing beim Blocken, Angreifen und Ausweichen. Eine Rückkehr des Schildes dürfte auch viele Fans begeistern, da dieser das Taktikrepertoire erweitert und Kämpfe dadurch ein wenig entschleunigt werden.

Die Kämpfe in Valhalla wirken ohnehin sehr viel langsamer und wuchtiger, als noch in Odyssey. Man spürt die markerschütternden Schläge von Protagonist Eivor geradezu in der Magengrube. Das Ganze wird noch durch den Sound und die Effekte verstärkt. Auf den Schlachtfeldern herrscht Chaos. Man hört Gebrüll, das Klirren von Schwertern und Äxten und es spritzt reichlich Blut. Mit diesen Effekten hat Ubisoft es geschafft, das richtige Wikinger-Feeling einzufangen.

Das Kampfsystem wird zusätzlich durch weitere Elemente erweitert:

  • Die versteckte Klinge ist wieder zurück: Das Schleichen und Meucheln wird durch die Klinge wieder effektiver und adrenalingeladener, da sie wieder Insta-Kills zulässt.
  • Dualwielding wird eingeführt: Spieler können zwei Waffen gleichzeitig führen. Dies ist besonders gut geeignet, um schnell hohen Schaden auszuteilen, geht jedoch zu Lasten des Schutzes. Außerdem fordert die Technik häufigere Ausweichmanöver.
  • Finisher: Werden feindliche Soldaten auf den Boden geworfen, kann der Spieler sie nun mit einem Finishing-Move endgültig niederstrecken.
  • Heilung nicht mehr automatisch: Heilung erfolgt nun nicht mehr automatisch. Man muss jetzt in der Open World Nahrung finden und sie dann zur Heilung einsetzen (ein ähnliches System hatte auch der PS4-Exklusiv-Titel Horizon – Zero Dawn).
  • Ausdauerleiste für Gegner: Widersacher haben jetzt eine Ausdauerleiste. Der Gegner kann nun während des Kampfes ermüden. Auch verringern wir den Ausdauerbalken durch eigene Angriffe. Das bringt zusätzliche Taktikelemente mit ins Spiel.

Fertigkeitensystem weiterhin mit Balancing-Problemen behaftet

Die schon aus Odyssey bekannten Fähigkeiten kehren auch nach Valhalla zurück. Auch völlig überzogene Kampfmoves wie der Spartaner Kick sind wieder mit von der Partie. Wie schon in Odyssey entstehen dadurch Balancing-Probleme: Kämpfe werden vereinfacht und normale Angriffe aufgrund des wesentlich höheren Schadens der Specials uninteressant.

Doch durch die Einführung von unterschiedlichen Gegnertypen, die selbst individuelle Fähigkeiten und Eigenschaften besitzen, sollen diese Probleme ausgleichen werden. Gegnertypen wie gepanzerte Hünen, die mehr Schaden austeilen und auch einstecken, oder aber Berserker, die blitzschnell mit zwei Waffen zuschlagen, setzen unterschiedliche Taktiken voraus. Jedoch dürfte es auch hier zu Schwierigkeiten kommen, die schon in Odyssey ein Problem waren: Ab einem bestimmten Punkt werden die Fähigkeiten zu mächtig. Die spezialisierten Gegner sind dann auch wie normale Standard-Gegner schnell besiegt.

In unserem zweiten Teil des Specials beschäftigen wir uns mit der historischen Einordnung des Spiels, den Bossgegnern und dem Skillsystem.

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