Wissenschaftler wollen ärztlich verschriebene Videospiele gegen die Negativ-Auswirkungen von Covid-19 auf das Gehirn nutzen. Eine Infektion mit dem Coronavirus kann viele Schäden im Körper verursachen, darunter auch dauerhafte Schädigungen des Gehirns, die die kognitiven Fähigkeiten einschränken.

Als Testobjekt dient „Endeavor“, das erste Spiel auf Rezept. „Endeavor“ ist ein 3D-Spiel für Tablets, das sich in erster Linie an Kinder richtet. Auf den ersten Blick unterscheidet es sich nicht von anderen Vertretern des Genres. Allerdings soll sich bei regelmäßigen Sessions die Konzentration steigern.

Videospiele können sich positiv aufs Gehirn auswirken

Bisher wurde „Endeavor“ vor allem bei Kindern mit ADHS angewandt. Der Neuropsychologe Faith Gunning verrät in einem Interview mit The Verge, dass sich die Symptome einiger Patienten, die unter dauerhaften Folgen einer Corona-Infektion leiden, denen von Menschen mit ADHS ähneln. Konkret geht es dabei um Gedächtnisverlust und eine geringe Aufmerksamkeitsspanne.

„Wir glauben zwar nicht, dass jeder, der eine Infektion mit COVID-19 überstanden hat, auch kognitive Hilfe benötigt. Aber es existieren Daten, die besagen, dass eine signifikante Zahl an Menschen, die unter COVID-19 leiden, kognitive Probleme bekommen werden.“

Games sind ein anderer Ansatz

Ob Videospiele bei kognitiven Einschränkungen durch Covid-19 besser helfen, als die herkömmlichen Methoden, ist bis jetzt noch nicht klar. Aber laut Gunning sind sie „zumindest nicht langweilig“ und das könnte der große Vorteil sein. Denn dadurch wird die Therapie von der breiten Masse deutlich besser wahrgenommen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Games keine beschränkte Ressource, wie z.B. Medikamente, darstellen.

Natürlich beschränkt sich die Nützlichkeit von Games in der Corona-Pandemie nicht nur darauf, die Spätfolgen einer Infektion zu verbessern. Games helfen auch, uns zu vernetzen, uns mit Menschen zu unterhalten und einfach soziale Kontakte zu pflegen, auch wenn dies momentan durch Lockdowns und Kontakteinschränkungen nur eingeschränkt möglich ist. Außerdem können sie auch Depressionen vorbeugen, wenn wir z.B. krank sind und das Bett nicht verlassen können.

Wie haben euch Videospiele bisher durch den Lockdown geholfen? Schreibt uns eure Erfahrung und auch Meinung zu dem Thema in die Kommentare!

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