Im Streit zwischen Apple und Epic hat sich das Gericht am vergangenen Dienstag vorläufig auf die Seite des Fortnite-Entwicklers Epic geschlagen. Das Bezirksgericht Kalifornien entschied, dass Epic den Zugang zur Unreal Engine im App-Store nicht verliert. Apple sitzt mit der angedrohten Sperrung des Zugangs zu Entwicklungs-Tools dennoch am längeren Hebel.

Der 13. August war der Stichtag für den Streit der zwei Parteien. Apple beanstandet Epics Schachzug, ein eigenes Zahlungssystem in die mobile Fortnite-Version zu integrieren. Der Spieleentwickler wollte damit die Zahlungsgebühr von 30 Prozent an Apple umgehen. Apple verbannte Fortnite daraufhin aus dem App-Store. Der Verstoß gegen die Richtlinien brachte Apple dazu, Epic den Zugriff auf das Entwicklerprogramm zu verwehren.

Streit geht weiter

Auch Google entschied sich nun dazu, den „Fortnite“-Spielentwickler aus seinem Play-Store zu verbannen. Obwohl dies Epic nicht verwundern sollte – der Verstoß gegen Apples Richtlinien ist eindeutig – reichte das Unternehmen Klage gegen den iPhone-Hersteller ein.

Zunächst sieht das Gericht also keine Notwendigkeit, Apple zur Einführung des Epic-Zahlungssystems zu zwingen. Der Vertragsbruch von Epic liegt vor, was bedeutet, dass sie den Zugang zu den Entwickler-Tools von Apple verlieren. Der Verlust des Zugangs zu iOS und Mac würde für den Spieleentwickler erheblichen Schäden verursachen.

Epic versucht nun vor Gericht, die Maßnahmen von Apple zu unterbinden. Dadurch würde ein „irreversibler Schaden“ entstehen und das Gericht solle diese „wettbewerbsschädigenden Praktiken“ unterbinden. Seit dem 14. August 2020 ist Fortnite also aus dem App-Store verbannt und für niemanden mehr verfügbar.

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