Age of Empires gilt als eines der besten Echtzeitstrategietitel aller Zeiten. Mit der Definitive Edition haben die Entwickler des Klassikers ein wahres Meisterwerk seiner Zeit neu erschaffen. Im Vergleich zur Age of Empires 2 HD Version, die im Grunde nur die Auflösung verändert hatte, bringt die Definitive Edition zahlreiche große und kleine Neuerungen mit.

Die Fans der Reihe dürften sich über die Grafikverbesserungen und Gameplay-Anpassungen gefreut haben. Denn AoE 2 hat noch immer eine sehr große Fangemeinde, die das Spiel nach wie vor feiert. Auch tragen Formate wie Rage of Empires von den Rocket Beans weiter zur Popularität von Age of Empires bei.

Gewohnt fantastisches Gameplay und neue Kampagnen

Nahezu unverändert ist das Gameplay geblieben. Wir schicken Bauern los, um Nahrung, Holz, Gold und Steine zu sammeln. Dann errichten wir mit den gesammelten Rohstoffen unsere Basis oder investieren in Kampfeinheiten. Nebenbei erforschen wir neue Technologien und schreiten vom dunklen Zeitalter bis zur imperialen Zeit auf. Jeder Stufenaufstieg schaltet dabei neue und fortschrittlichere Technologien zum Erforschen frei. Dabei ist entscheidend, welches Volk man ausgewählt hat, denn nicht jedes Volk kann alle Technologien nutzen. Die Definitive Edition bringt zudem vier neue Völker ins Spiel und bietet so weitere Taktikvariationen an. Denn gerade im Multiplayer-Bereich liegen die Stärken von Age of Empires und so gibt es eine große Community und eigene Rangliste nur für das Online-Gaming.

Schlachtfeld Franzosen gegen Engländer.

Aber ganz konnten die Entwickler die Finger dann doch nicht vom Gameplay lassen. Neue Features erleichtern das Leben des Spielers. So kann in der Mühle der Button für die automatische Felder-Generierung gedrückt werden und, sofern genug Holz vorhanden ist, werden diese erneuert. Eine weitere Erleichterung dürften auch die Warteschlangen für die Erforschung von Technologien und den Einheitenbau sein.

Zusätzlich hat die Definitive Edition drei neue Kampagnen bekommen. Denn zu den bereits 24 enthaltenen Feldzügen gesellen sich einige neue hinzu. AoE enthält damit neben der ersten Erweiterung des Originaltitels The Conquerors (2001) auch die auf der HD-Fassung enthaltenen Erweiterungen The Forgotten (2013), African Kingdoms (2015) und Rise of the Rajas (2016). Die Kampagnen wurden grafisch kaum verändert und sind den Originalen sehr getreu nachempfunden.

Spektakuläre Zerstörungsanimationen

Eine der Neuerungen ist natürlich die bessere Grafik, jedoch fällt sie nicht allzu stark ins Gewicht. Neben der neuen Auflösung von 1.267 x 712 bis zu 4K sind auch viel mehr Details ins Spiel gekommen. So hinterlassen Einheiten jetzt Fußabdrücke im Schnee. Am beeindruckendsten dürften aber die Zerstörungsanimationen der Gebäude und Burgen sein. Die gegnerische Burg nach einem verlustreichen Sieg zusammenstürzen zu sehen, ist eine diebische Freude.

Einstürzendes Gebäude in Age of Empires 2

Den optischen Gesamteindruck rundet das überarbeitete User-Interface ab. Es wurde entschlackt und mit netten Details für das jeweilige Volk versehen. Soundtechnisch hat sich auch einiges getan, vor allem der Sprecher in den Missionsbrieffings und den Ereignissen trägt gut zur Stimmung bei.

Zusatzinhalte der Definitive Edition

Neben den bereits erwähnten Kampagnen und Völkern enthält die Edition noch weitere Modi. So ist der Skirmish-Modus, der aus den Originalen schon bekannt ist, wieder mit von der Partie. Hier kann man frei die Parameter einer Partie bestimmen. Diese kann dann allein gegen die KI oder aber im Mehrspielermodus gegeneinander gespielt werden.

Neu hingegen sind die historischen Schlachten. In ihnen kann man in 16 einzelnen Missionen berühmte Kämpfe des Mittelalters nachspielen. Darunter sind die Schlacht von Hastings oder aber die Vinlandsaga, in der Erik der Rote zu neuen Ufern aufbricht. In dem neuen Modus „Die Kunst des Krieges“ geht es um spezielle Herausforderungen, die auf den gleichnamigen Weisheiten von Sun Tzu basieren. So gilt es beispielsweise, in kürzester Zeit eine funktionierende Wirtschaft aufzubauen und in acht Minuten in die Feudalzeit voranzuschreiten.

Erik der Rote beim anlanden an die Küste.
Erik der Rote beim Anlanden an die Küste

Wem das alles noch nicht reichen sollte, der hat mit dem Szenario- und Kampagneneditor ein weiteres Tool bekommen, mit dem neue Inhalte erschaffen werden können. Der Editor bietet die komplette Bibliothek von Spielobjekten und Kartenelementen. Neben der optischen Gestaltung bietet er aber auch die Möglichkeit, Bedingungen und Skripte festzulegen und so ganze Kampagnen zu erstellen. Neben den spielinternen Editoren bietet das Spiel auch einen vollen Modsupport an.

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