Viele von uns warten noch immer auf ihre PS5 oder haben erst gar keine bekommen. Das liegt zum Teil auch an den Scalpern, die sich durch Bot-Käufe massiv Geräte sichern konnten. Diese bieten sie dann zu horrenden Preisen auf Ebay oder im Privatverkauf an.

Politiker in Großbritannien wollen nun dagegen vorgehen und fordern ein Verbot von Scalpern und Bot-Käufen. Doch geht das so einfach?

Scalper handeln legal

Laut einem Insider gibt es kaum Mittel, die Scalper zu stoppen. In einem Interview mit Gameswirtschaft.de erklärt ein selbsternannter Botter und Scalper, warum ein Verbot recht aussichtslos erscheint und warum er auf solche Methoden zurückgreift. Auch von Seiten der Händler dürfte eine Kontrolle solcher Praktiken schwer sein, bei einer Strafverfolgung würden sich viele wohl zweimal überlegen, das Risiko einzugehen.

Jetzt haben sechs Parlamentarier in Großbritannien einen Gesetzesantrag vorgelegt. Dieser soll „den Wiederverkauf von Spiele-Konsolen und Computer-Komponenten zu deutlich höheren Preisen als die unverbindlichen Preisempfehlungen der Hersteller“ verbieten. Wenn ein solches Gesetz verabschiedet würde, wäre es auch strafbar, Waren mit Bots zu kaufen. Zudem müssten Wiederverkäufer sowohl ihre Identität als auch ihren Standort angeben. Bis zur möglichen Umsetzung dürfte aber noch viel Wasser die Themse hinunterfließen. Denn bis jetzt haben erst zwölf weitere Mitglieder des Parlaments den Antrag unterzeichnet. Ob es in Deutschland auch ein Gesetz gegen Scalper geben wird, bleibt abzuwarten.

Ausmaß in diesem Jahr massiv

Warum sich Scalper-Berichte gerade in diesem Jahr so häuften, ist nicht ganz klar, denn Scalper haben auch schon in der Vergangenheit vermehrt zugeschlagen. Vermutlich war aber die Nachfrage in diesem Jahr besonders hoch. Durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen in der Produktion standen 2020 auch nicht so viele der Konsolen zur Verfügung, wie ursprünglich geplant. Auch sorgten die Lockdowns dafür, dass die Menschen vermehrt zuhause waren und mehr Zeit vor den Konsolen verbrachten. All diese Faktoren dürften dazu geführt haben, dass es für die Scalper in diesem Jahr ein lukratives Geschäft war, viele Konsolen abzugreifen.

Die Nachricht, dass sich eine der Scalper-Gruppen durch Bots tausende Konsolen sichern konnte, machte viele Spieler wütend. Aus dem Interview mit Gameswirtschaft.de lässt sich herauslesen, dass der Gruppe jedes Unrechtsbewusstsein abgeht. Wer eine PS5 haben möchte, muss eben den Preis dafür zahlen. Experten gehen davon aus, dass inzwischen über 30 Millionen Euro Gewinn durch Wiederverkäufe der Next-Gen-Konsolen gemacht wurde.

Wie steht ihr zu dem Ganzen, fändet ihr ein solches Gesetz gut und würdet ihr dieses auch in Deutschland haben wollen? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!

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