Blizzard hat es wahr gemacht! Ein „Diablo 2“-Remaster war genau das, was viele Fans der Reihe sich in den letzten Monaten gewünscht hatten und auf der Blizzcon wurde dieser Wunsch erfüllt. Die Neuauflage des Klassikers hat bis jetzt zwar noch kein Release-Datum, aber es gibt trotzdem massenhaft Infos.

Wir haben für euch sämtliche Infos kompakt zusammengefasst. In unserem Special lest ihr alles über Grafik, Gameplay, Systemanforderungen und noch einiges mehr.

Wie sieht Diablo 2: Resurrected aus?

Der Trailer gibt einen ersten Einblick in das Remaster und es scheint, als ob Blizzard aus den Fehlern der Vergangenheit („Warcraft 3 Reforged“) gelernt hat. Denn bei „Diablo 2: Resurrected“ ist eine klare Linie zwischen Remaster und Remake zu erkennen. Durch eine Gegenüberstellung der Versionen im Trailer wird das auch nochmal etwas deutlicher.

Remaster, kein Remake

„Diablo 2: Resurrected“ wird kein Remake, sondern ein Remaster, doch was ist der Unterschied? Ein Remake ist eine von Grund auf neu entwickelte Neuauflage, wie zum Beispiel die Definitive Edition von „Mafia 1“. Ein Remaster hingegen basiert auf dem technischen Grundgerüst des Klassikers und wird dann verbessert. Das heißt Sound, Grafik und Animationen werden ordentlich aufpoliert.

Im Fall von „Diablo 2: Resurrected“ bleibt zwar die 2D-Grundlage des Originals erhalten, wird aber in 3D mit neuen Grafiken gerendert. Das erlaubt den Entwicklern, dynamische Schatten, verbesserte (Physik-)Effekte und auch überarbeitete Animationen ins Spiel zu bringen. Zudem kann man die Auflösung ordentlich hochschrauben, wie bei Remastern üblich bis zu 4K. Zusätzlich bekommt ihr die Möglichkeit, jederzeit zwischen der alten und der Remaster-Grafik zu switchen.

Komplett neu entwickelt wurden allerdings die Zwischensequenzen. „Diablo 2“ hatte damals ziemlich beeindruckende Zwischensequenzen, die die Reise des Dunklen Wanderers wunderbar in Szene gesetzt haben. Die insgesamt 27 Minuten an Cutscenes werden für „Resurrected“ komplett neu aufgenommen. Nachfolgend haben wir euch noch einmal sämtliche technischen Verbesserungen kompakt zusammengefast:

  • Verbesserte Grafik: Die ursprüngliche 2D-Optik wird durch bessere Animationen, Effekte und dynamische Schatten aufgehübscht
  • Verbesserte Auflösung: Ihr könnt die Auflösung bis zu 4K hochschrauben
  • Verbesserte Cutscenes: Alle Zwischensequenzen des Originals werden komplett neu aufgenommen.
  • Verbesserter Sound: Der Sound wird signifikant verbessert. Der Soundtrack samt der Geräuschkulisse kann dann in 7.1-Sound abgespielt werden.

Für welche Plattformen erscheint das Remaster?

„Diablo 2: Resurrected“ erscheint für den PC und alle aktuellen Konsolen, also PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series S/X und Nintendo Switch. Das Spiel unterstützt auch Crosssave /Cross-Progression. Das ermöglicht euch zum Beispiel, in der U-Bahn mit eurer Switch zu spielen und dann, wenn ihr zu Hause seid, auf dem PC weiterzuspielen. Ihr braucht dafür lediglich pro Plattform ein Exemplar des Spiels.

Ob es Crossplay geben wird, ist bis jetzt noch nicht bekannt. Es wäre aber ein wirklich cooler Service, wenn PC- und Konsolenspieler zusammen spielen könnten.

Wer entwickelt das Remaster und was wird es kosten?

Wie schon durch die Leaks im Vorfeld bekannt geworden ist, wird „Diablo 2: Resurrected“ von Vicarious Visions in Zusammenarbeit mit Blizzards eigenem Team entwickelt. Ein gutes Zeichen, dass das „Diablo“-Remaster sehr gut gelingen könnte, ist das hervorragende Ergebnis, das Vicarious Visions mit dem Remake von „Tony Hawk Pro Skater“ gezeigt hat.

„Diablo 2: Resurrected“ wird in zwei verschiedenen Versionen erhältlich sein. Die Standard-Version kostet 40 Euro. Die spezielle Prime Evil Collection kostet 60 Euro und bietet euch zusätzlich zum Spiel ein Mephisto Pet und Hatred’s Grasp Wings für „Diablo 3“. Beides kann ab sofort im Blizzard Shop vorbestellt werden.

Diablo 2: Resurrected: Prime Evil Edition

Systemanforderung: Ohne Windows 10 läuft nichts

Blizzard hat die PC-Anforderungen bekannt gegeben. Ohne Windows 10 werdet ihr das Remaster nicht spielen können. Für 1080p braucht ihr mindestens eine Nvidea GTX 1060 und 16 GByte Ram (empfohlen). Der Download liegt bei 30 GB und ist relativ moderat, wenn man bedenkt, dass es das Fünfzehnfache des Originals ist. Die Systemanforderungen für die angekündigte 4K-Auflösung fehlen noch. Diese dürften aber nochmal eine Stufe höher ausfallen.

Minimale Systemanforderungen (720p)

  • OS / Betriebssystem: Windows 10
  • CPU: Intel Core i3-3250 oder AMD FX-4350
  • GPU: Nvidia GTX 660 oder AMD Radeon HD 7850
  • Arbeitsspeicher: 8 GB RAM
  • Freier Festplattenspeicher: 30 GB
  • Internet: Breitband-Verbindung

Empfohlene Systemanforderungen (1080p)

  • OS / Betriebssystem: Windows 10
  • CPU: Intel Core i5-9600k oder AMD Ryzen 5 2600
  • GPU: Nvidia GTX 1060 oder AMD Radeon RX 5500 XT
  • Arbeitsspeicher: 16 GB RAM
  • Freier Festplattenspeicher: 30 GB
  • Internet: Breitband-Verbindung

Gameplay- und Komfortverbesserungen

Im Grunde bleibt „Diablo 2: Resurrected“ dem Original treu. Das Remaster hat den gleichen Umfang, gleiche Spielerfahrung und gleiches Gameplay wie das Original. Auch das Addon „Lord of Destruction“ ist in der Remaster-Version enthalten. Ihr könnt also alle sieben Klassen (inklusive des Druiden und Assassinen) und alle fünf Akte spielen.

Die Entwickler bügeln aber ein paar Ecken und Kanten des Vorgängers aus und integrieren einige Komfortverbesserungen. Hier ein paar Beispiele:

  • Automatisches Goldsammeln: Ihr spart euch einige Klicks, weil eure Figur das Gold selbst einsammelt. Wer das alte Diablo-Feeling haben möchte, kann diese Funktion auch deaktivieren.
  • Shared Stash: Ihr bekommt jetzt für alle eure Charaktere ein geteiltes Lager. So müsst ihr nicht mehr über Umwege eure Items tauschen.
  • Item-Vergleich: Ihr bekommt eine detaillierte Übersicht, was das neu gefundene Item gegenüber dem alten besser macht.
  • Auto-Sortierungen: Ihr könnt euer Inventar automatisch sortieren lassen.
  • Mehr Hotkeys: Fähigkeiten und bestimmte Aktionen können auf mehr Hotkeys verteilt werden als im Original.
  • Item Linking: Ihr könnt Items im Chat verlinken, um z.B. Mitspieler zu fragen, ob sie ein bestimmtes Item gebrauchen können.
  • Verbessertes Matchmaking: Der Multiplayer wurde angepasst, sodass ihr Freunden, die sich bereits im Spiel befinden, mit einem Klick beitreten könnt, sofern sie dies natürlich wollen.

Gibt es Unterschiede zwischen der PC- und den Konsolenversionen?

Die PC-Version wird sich nicht von den Konsolenversionen unterscheiden. Anders als in „Diablo 3“ wird es keinen angepassten Loot oder zusätzliche Moves für die Konsolenfassungen geben. Ihr bekommt mit allen Versionen den gleichen Inhalt, Menüs und auch Balancing-Entscheidungen. Einzige Ausnahme dürfte die Nintendo Switch-Fassung sein, da die Konsole keinen 4K-Support hat. Das bedeutet auch, dass ihr auf dem PC mit eurem Gamepad spielen könnt.

Diablo 2 (Original) weiter erhältlich?

Ihr könnt weiterhin die alte Version von „Diablo 2“ spielen und auch kaufen. Das Original und das Remaster werden separat voneinander unterstützt. Die alte Fassung bleibt mit sämtlichen Spielständen, Mod-Kompatibilität und Season-Belohnungen erhalten.

Ihr könnt aber keine Spielstände zwischen den Versionen tauschen. Auch beim Mod-Support sieht die Sache ein wenig knifflig aus, denn das Remaster wird erstmal keine Mods erlauben. Dennoch soll es in Zukunft möglich sein, Mods für „Resurrected“ zu entwickeln. Die Entwickler betonen aber, dass die Möglichkeiten hier ein wenig anders aussehen werden als beim Original. Mods, die die Datengrundlage des Spiels verändern, wird es nicht geben.

Diablo 2: Resurrected Alpha-Test

Mit etwas Glück könnt ihr vor dem Release am Technical Alpha-Test teilnehmen. Für die Teilnahme könnt ihr euch auf der offiziellen Webseite des Spiels registrieren.

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